Tag 17: Similan Massentourismus perfekt organisiert
Diese Nacht schlief Michu mal 6 Stunden gut durch. Bei Diana klappte es mit der üblichen Dusche mitten in der Nacht auch prima.
Nach dem Aufstehen, packten wir unsere sieben Sachen und gingen um 07:25 Uhr zur Rezeption. Dort holte uns ein Minivan ab, welcher auf dem Weg zum Pier in Khao Lak noch weitere Gäste aufgabelte.
Am Pier angekommen, wurden wir Zeuge, wie Reiseanbieter eine Masse (500+ Menschen) perfekt führen können. Unglaublich gut organisiert.
Ausgestiegen, sogleich begrüsst – „Hallo zusammen, ihr müsst nun dorthin und die bezahlte Quittung abgeben“. Von dort wurden wir zu einem Check-In weitergeleitet. Dort gaben wir unsere Namen und Unterschriften und bekamen je ein braunes Bändeli um den Arm. „Jetzt könnt ihr ans Buffet und so viel essen und trinken wie ihr wollt, in 30 Minuten geht es weiter.“
Nach den 30 Minuten gab es einige Informationen zur Tour. Etwa 1Std. und 20min Fahrt mit dem Speedboat zu den Similan (Nationalpark) Inseln. Dort zwei verschiedene Schnorchel- und Beach-Pausen. Bei einer gibt es noch Mittagessen (welches während der Bootsfahrt gewählt werden konnte. Seefood, Chicken oder vegetarisch). Die chinesisch sprechenden Touris bekamen die Infos drinnen, die russisch sprechenden neben dem Gebäude und der englischsprechende Rest draussen.
Dann konnte man sich noch Flossen holen und wartete, bis die Gruppe braun aufgerufen wurde. Nach dem Ausrufen sammelten wir uns und trotteten der Masse hinterher, stiegen in das Boot unserer Gruppe (28 Plätzer Speedboat. Alle anderen waren grösser – war top!) und fuhren los. Während der Fahrt erhielten alle Masken, Schnorchel und ein Badetuch. Zudem gab es Wasser und Cola so viel man wollte.
Der erste Schnorchelspot (40min schnorcheln) war cool. Sehr viele verschiedene Fischarten in allen Farben und Grössen. Der Meeresgrund hauptsächlich in braun-grau-schwarz-Tönen. Es gab aber viele Korallen. Es sah allgemein recht gut erhalten aus, war prima.
Dann fuhren wir zu einem Strand, stiegen aus, reihten uns ein, holten das Essen und hatten 1.5 Stunden Pause. Das Essen war ok. Die ganze Organisation perfekt. Kein langes Anstehen trotz den vielen Menschen. Das einzig üble war der Kaffee, welcher nach dem ersten Schluck gleich einen Würgreiz auslöste – igitt.
Nach dem Essen badeten wir im Meer und genossen den Strandabschnitt. Der war wunderschön. Richtig kitschig. Weisser, sehr feiner Sand und klares Wasser
Es ging weiter zu einem nächsten kitschigen, wunderschönen Strand. Dort badeten wir, faulenzten und sammelten uns nach 1.5 Stunden wieder auf dem Boot.
Der letzte Schnorchelspot (40min schnorcheln) war schön. Wieder viele verschiedene Fische in allen Farben und Variationen. Die Korallen hier aber etwas weniger gut erhalten und die ganze Unterwasserwelt wiederum in braun-grau-schwarz-Tönen. Wenn die Fische nicht farbig gewesen wären, hätte es etwas trist ausgesehen. Das Wasser war recht warm.
Wir stiegen wieder aufs Bott und traten die Rückfahrt zum Pier an. Diana erwischte die Seekrankheit. Nachdem der komplette Sack mit Mageninhalt gefüllt war, ging es ihr wieder prima. Auch das hat top funktioniert, die Guides waren zur Stelle, unterstützten und taten das Möglichste.
Mit dem Speedboot waren wir recht schnell unterwegs. Manchmal schäpperte und hämmerte es etwas auf den Kopf, da das ganze Boot teilweise in der Luft war und so natürlich ungedämpft wieder auf dem Wasser aufschlug. Michus Gehirn ist nun wohl endgültig wieder genesen. Keine Kopfschmerzen, kein Schwindel, keine Übelkeit, keine Konzentrationsprobleme und Wahrnehmungslücken mehr, trotz all den Schlägen, cool!
Während der Rückfahrt gaben wir die Badetücher, Masken und Schnorchel zurück und verabschiedeten uns. Am Pier angelangt, gingen wir zum Check-Out. Dort gaben wir die Flossen ab und bekamen eine Bus-Nummer und eine Zeit zugeteilt. Seid um 17:50 beim Bus 23. Der bringt euch zurück zum Hotel. Bis dahin gibt es drinnen Barbecue und Dessert so viel ihr wollt.
Es klappte einfach alles. Wir kamen heil, zufrieden und mit schönen Eindrücken erfüllt wieder im Hotel an. Trotz der vielen Menschen fühlten wir uns nie eingeengt und hatten nie das Gefühl, dass jemand stört oder es zu viel ist. Es war alles so gut organisiert, dass jede Person seinen Platz hatte und es gab für alle mehr als genug von allem. Wir fanden faszinierend, wie das hier alles abläuft. Der ganze Ablauf, die Disziplin und dass alle mitmachen. Top.
Falls das jemand mal machen möchte und sich Sorgen macht, weil das richtiger Massentourismus ist: Es wirkt echt nicht so. Wir hatten diese Sorgen auch. Wir schauten uns sogar nach privaten-Touren um. Aber die 1500chf pro Person waren es uns dann doch nicht wert. So zahlten wir 55chf pro Person für einen ganzen Tag mit allem drum und dran. Unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis. Es war angenehm und wir würden es wieder so machen. Einfach das früh Aufstehen in den Ferien ist kacke 😉
Im Hotel angekommen machten wir eine Handwäsche, badeten im Pool und assen vorne im Strandrestaurant etwas Znacht und liessen den Abend im Zimmer ausklingen. Es war suuuper heute.